Die Diakonie hat eine Fotoaktion mit bekannten Personen aus der Region zusammen mit psychisch Kranken durchgeführt. Die Fotos wurden mit geläufigen Sprichwörtern unterlegt. Die Aktion soll dazu beitragen, dass diese Krankheiten in der Gesellschaft besser akzeptiert werden. Ich bin dort zusammen mit Axel Emrich auf einer schönen Blumenwiese bei Bockenau – ein schönes Erlebnis und eine erinnerungswürdige Wiesengeschichte. Unser Foto trug die Redewendung
„Du hast doch was am Sträußchen!“
Eine Erklärung zur Herkunft dieser Redewendung konnte nicht gefunden werden, wenn auch die Ähnlichkeit zu „etwas an der Klatsche/Waffel haben“ auffällt. Etliche Deutungen sind vorstellbar, bei denen „Sträußchen“als Synonym für den Kopf gelten könnte:
- Eine unpassende Zutat stört im Sträußchen.
- Ein Blumenstrauß ist unvollständig – da fehlt etwas im Kopf.
- Des Jägers Sträußchen am Hut ist defekt – wie auch der Kopf des Menschen.
Mit dieser Redewendung wird auch der Bezug zu dem Projekt „Lebendige Wiesen“ des Regionalbündnisses hergestellt. Naturblumen sind so schön, da darf der Mensch gerne „etwas am Sträußchen haben“.