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Aanbännele

Regionale Identität in der Hunsrück-Nahe-Region

„Unsere Heimat hat Zukunft“ war das Motto einer Reihe von Aktionen, die 2001 zur Gründung des Regionalbündnis Soonwald-Nahe führte – ein Meilenstein in der Entwicklung eines regionalbewussten Denkens in unserer Gesellschaft und Politik.

Jedoch beobachten wir eine wenig ausgeprägte regionale Identität. Ein klares Bekenntnis zur Heimatregion im Sinne von „Ich bin Hunsrücker“ oder „Ich komme von der Nahe“, geschweige denn „Ich bin zu Hause im Hunsrück-Nahe-Land“ ist selten zu hören.
Dazu kommt eine Tendenz in Teilregionen, sich gegenüber der Gesamtregion abzuschotten oder eigene Wege zu gehen. Kleinräumiges Kirchturmdenken behindert gemeinsame Stärke innerhalb der Region selbst und gegenüber Gästen von außen.

Das Regionalbündnis mit dem Profil einer „grenzübergreifenden“ Organisation weist ein starkes Netzwerk in den Kreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld, Rhein-Hunsrück und den angrenzenden Gebieten auf. Es hat mit dem Aufbau der Regionalmarke SooNahe und der Hunsrück-Nahe-Vermarktungs-GmbH das beste Beispiel dafür geliefert.

Wir haben deshalb 2017 unter dem Namen „Aanbännele“ einen Prozess begonnen, der die wesentlichen Akteure der Region zusammenführt, um im Gespräch und mit guten Beispielen die Zusammenarbeit zu entwickeln und zu pflegen

Unter dem Projekttitel „Aanbännele“ fand im Herbst 2018 eine zweitägige Veranstaltung statt, bei der Diskutieren, Austauschen und Genießen gleichen Stellenwert hatten. Das in unserer Gebietskulisse überall gebräuchliche Dialektwort für „Anbandeln“ sollte dabei das bewusste und offensive Zusammenrücken innerhalb der Region verdeutlichen.

Am 23.11. gibt es „Heimatliche Genüsse“ im SooNahe-Restaurant „Zum Felsenkeller“ in Sohren, ein regionales Menü mit mundartlicher Musikbegleitung.

Am 24.11. ging es in der Bockenauer Halle um die Regionale Identität: Auf einem Marktplatz der Region präsentierten sich verschiedene Institutionen und Initiativen. Franz X. Bürkle bot eine Kochshow und die Region wurde von den Besuchern mit modernen Kommunikationsformen ausgeleuchtet: Lieblingswörter der Mundarten, Markante Typen, Gefühlte Distanzen, Theaterspiel, Positionierungsspiele, Pinnwände für Denkanstöße und andere Aktionen versuchten die Frage zu beantworten: „Wer sind wir?“
Kulturelle Beiträge umrahmten das gesamte Programm. Dabei standen gerade auch junge Menschen als den Lebensraum gestaltende Zielgruppe im Blickpunkt.

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